„Staatsversagen“ – eine schockierende Studie über gesellschaftliches und institutionelles Wegschauen„Staatsversagen“ – a shocking report on public and institutional concealment

11. April 2013

AA StudieEin verheerendes Bild zeichnet die gestern veröffentlichte Studie „Staatsversagen“ der Amadeu Antonio Stiftung. Sie skizziert anhand gut recherchierter Beispiele, dass Wegschauen bei rechter Gewalt zum gesellschaftlichen, institutionellen und behördlichen Alltag gehört. Die Studie macht deutlich, dass unabhängig davon ob Nazis ein Kino oder eine Familie in ihrem Wohnhaus überfallen, die Betroffenen häufig massiver behördlicher Repression und Demütigung ausgesetzt sind. Hinzu kommen fehlende Ermittlungen und ein bewusstes Schweigen zu diesen Ereignissen in der Öffentlichkeit. Rechtsextremismus macht sich eben nicht gut im städtischen Statistiken. Aber vor allem, ist kein ostdeutsches sondern ein allgegenwärtiges Problem und findet Zuspruch in allen gesellschaftlichen Ebenen.April 11, 2013

AA StudieA fatal picture about rightist violence and institutional failure is drawn in the report „Staatsversagen“ that was published by the Amadeu Antonio Foundation yesterday. Well-investigated examples document that it is daily routine of the public, institutions and authorities to overlook rightist violence. The report provides evidence that despite Nazis attacked a cinema or a family in their house, the people concerned faced massive institutional repression and humiliation. Lacking investigations and active hushing up complete this picture. But, most importantly: Rightist violence is not an East-German issue as continuously stated by the authorities and the public, it is an omni-present problem und supported by people throughout the society.