PM: Breite Solidarität mit den Opfern von Nazi-Angriffen in München

Pressemitteilung, 28. Mai 2013

Veröffentlichung des Statements „Gemeint sind wir alle!“

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Initiiert von den betroffenen Initiativen und Einzelpersonen jüngster Nazi-Angriffe – dem Bayerischen Flüchtlingsrat, dem Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V., der Rechtsanwältin Angelika Lex, der Ligsalz8, dem Trägerkreis EineWeltHaus München e.V. – und dem ‚Bündnis gegen Naziterror und Rassismus‘, wird am heutigen Dienstag, den 28. Mai, ein Statement unter dem Motto „Gemeint sind wir alle!“ veröffentlicht.

Vor dem Hintergrund des NSU-Prozesses war es in den letzten Wochen zu mindestens neun Attacken auf Initiativen und Einzelpersonen in München gekommen. Innerhalb einer Frist von nur einem Tag konnten bereits mehr als 100 Initiativen und 170 Einzelpersonen aus München und dem gesamten Bundesgebiet als Erstunterzeichnende gewonnen werden. Sie solidarisieren sich damit mit den Opfern der Angriffe, fordern ein Ende der Verharmlosung rechter Strukturen durch Staat und Behörden und bekennen sich zu einem couragierten Engagement gegen Rechts.

Unter den Zeichnenden finden sich u.a. Organisationen wie ‚Pro Asyl‘, Gewerkschaftsverbände, Parteiorganisationen, Landtagsmitglieder, antirassistische und antifaschistische Initiativen, Hochschulprofessor_innen, aber auch bekannte Künstler_innen, wie Konstantin Wecker und die Bands ‚Irie Révoltés‘, ‚Microphone Mafia‘ und ‚Feine Sahne Fischfilet‘.

Mit dem Statement ‚Gemeint sind wir alle!‘ wollen wir den Nazis zeigen, dass sie isoliert stehen und ein breites gesellschaftliches Bündnis hinter den Betroffenen der Angriffe steht“, kommentiert Benedikt Brenner, Pressesprecher des ‚Bündnis gegen Naziterror und Rassismus‘. „Dass Nazis in München angesichts des Prozesses und vor allem der Taten des NSU so offen agieren und Angriffe verüben, zeigt wie gefährlich sie denken und handeln. Auch Staat und Behörden können das nicht mehr weiter verschweigen und verharmlosen – nicht zuletzt nachdem sich so viele Menschen und Initiativen in so kurzer Zeit hinter unseren Aufruf stellen.

Des Weiteren rufen verschiedene antifaschistische Gruppen für den morgigen Mittwoch, den 29.05., zu einer Demonstration im Münchner Westend anlässlich der Nazi-Angriffe auf. Die Demonstration beginnt um 19 Uhr am Georg-Freundorfer-Platz.